Stadtentwicklung - Städtebaulicher Entwurf

Langen Nord - Wohngebiet Liebigstraße in Langen

Werte
Eine große Grünfläche befindet sich am nördlichen Rand, welche dem Gebiet eine gewisse Identität verleiht und gleichzeitig ökologisch und zur Naherholung wertvoll ist. Das Gebiet besitzt eine gute Verkehrsanbindung aufgrund der Nähe zum Bahnhof, der nahegelegenen Bundesstraße sowie den nah an Langen verlaufenden Autobah¬nen. Es gibt mehrere Haltestellen einer Buslinie innerhalb des Quartiers. Das Gebiet ist durch eine bauliche Durchmischung gekennzeichnet. Ebenso bestehen bereits einige Schulen, Kitas und öffentliche Einrich¬tungen.

Mängel
Das Gebiet ist in seiner Nutzung sehr homogen. Dieses wird hauptsächlich zum Wohnen genutzt und verfügt nur über wenig Einzelhandel und Gastronomie. Das Gebiet ist des Weiteren einer starken Lärmbelastung ausgesetzt. Hier sind vor allem die Haupterschließungsstraße des Quartiers, die Bahnstrecke im Westen sowie die Bundesstraße im Norden zu nennen. Innerhalb des Gebietes finden sich kaum visuelle Blickbezüge. Des Weiteren besteht die Problematik der Tag- / Nacht¬bevölkerung, weshalb es nur wenig Leben auf den Straßen, sowohl tagsüber als auch nachts gibt.

Ziele
Maßnahmen gegen Lärmbelastung. Einbeziehen und erweitern sowie aufwerten der Grünflä-chen im Norden, welche bis in das Wohngebiet hinein gezogen werden. Beleben des vorhandenen öffent¬lichen Platzes. Dieser soll ebenfalls eine Verbindung zum Bahnhof erfahren.

Konzept
Der zentrale Aspekt dieses Entwurfs ist das Grün und die Schaffung einer Identität für das neue Quartier sowie für den Bestand. Dies soll in Form einer Aufwertung der Grünfläche im Norden geschehen. Hierfür wird diese in verschiedene Zonen unterteilt, in denen unterschiedliche Nutzungen stattfinden sollen, um so einen möglichst großen Teil der Bevölkerung anzusprechen. Zusätzlich soll eine Verbindung zwischen der Grünzone im Norden und dem öffentlichen Platz des neuen Quartiers im Süden geschaffen werden. Dies geschieht in Form von 2 Flanierstreifen, welche durch die Wohngebiete verlaufen und in denen Fußgänger als auch Fahrradfahrer Vorrang haben. Hier entstehen jeweils kleinere Grünbereiche, welche das zentrale Thema des Grüns aufgreifen und so die Grünfläche im Norden in das neue Quartier hinein ziehen. Innerhalb dieser Flaniermeilen befinden sich öffentliche Gebäude sowie ein zentraler Marktplatz, an welchem ein Wochenmarkt stattfinden könnte. Des Weiteren soll eine begrünte Verbindung zwischen dem neuen Quartiersplatz am Bahnhof und dem bestehenden Platz der deutschen Einheit geschaffen werden. Durch diese Verbindung und einer weiteren Aufwertung soll der Platz der deutschen Einheit attraktiver und belebt werden. Im Süden des neuen Quartiers findet sich vornehmlich gewerbliche Nutzung in Form von Einzelhandel, einem Café sowie einem Hotel wieder, während nördlich des neuen Platzes fast ausschließlich Wohnflächen entstehen. Diese sind vor allem durch eine Blockrandbebauung gekennzeichnet. Dabei orientieren sich die Wohnbereiche nach innen zu den Flaniermeilen. Nach außen hin, zu der Bahnstrecke und den Straßen, ist die Bebauung weitestgehend geschlossen, um sich so gegen den Lärm zu schützen. Innerhalb dieser Blockrandbebauung entstehen kleinere Innenhöfe, welche als halb-öffentliche Bereiche für die Anwohner dienen.

1 Preis Studierenden Wettbewerb Wohngebiet Liebigstraße in Langen

Bearbeiter: Marieke Brehm, Tim Großblottekamp, Jeremias Heinze, Thorsten Wagner